Studierende erarbeiten crossmediale Produktideen für Verlag
Wie können Bücher in einem crossmedialen Medienverbund aussehen? Was ist das passende Produktkonzept dafür? Wo entstehen durch Vernetzung zusätzliche Marketingeffekte? Rund 25 Studierende der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) haben im Sommersemester Antworten auf diese Fragen gesucht.
Projektpartner der Studierenden, die im 3. Semester Mediapublishing an der HdM studieren, waren der Tessloff Verlag mit der Buchreihe »Was ist Was« und dem Magazin Buchkultur. Unter der Leitung von Professor Okke Schlüter haben sie eine Vielzahl an Ideen für visionäre Produktkonzepte und neue Vermarktungsansätze erarbeitet. Dazu zählen unter anderem die Einbindung von Augmented Reality und QR-Codes bis hin zu Community-Konzepten für den Social-Media-Bereich. Einig waren sich alle Beteiligten, dass das gedruckte Buch auch weiterhin im Zentrum des Medienverbundes stehen solle und dass einige Genres in Zukunft noch erfolgreicher werden könnten, wenn zum Buch zusätzliche digitale Produktformen angeboten werden.
»Dran bleiben«
Der Tessloff-Verlag verfolgt bereits einen multimedialen Produktansatz, zu den »Was ist Was«-Bänden erscheinen etwa passende Hörspiele, DVDs, ein eigenes Online-Portal und iPhone-Quiz-Apps. »An der Entwicklung einer digitalen Produktwelt dran zu bleiben, ist für uns nach wie vor ein besonders wichtiges Thema. Deshalb haben wir die Mitarbeit am Projekt sehr ernst genommen«, erläutert Annette Rose, Programmleiterin Wissen des Verlages.
»Kundennutzen im Zentrum«
Fünf Studenten-Gruppen haben für die »Was ist Was«-Reihe an crossmedialen Produktkonzepten und den Möglichkeiten einer entsprechenden Vernetzung gearbeitet. Dabei stand die Aufwertung der Bücher mit QR-Codes, die Weiterentwicklung von Apps und Social Media im Mittelpunkt. Das Magazin Buchkultur diente als Fallbeispiel dafür, wie crossmediales Marketing für Bücher umgesetzt werden kann. Zusätzlich zur Printausgabe hat Buchkultur in den letzten Jahren seine Website durch User Generated Content erweitert, Erfahrungen mit Apps gesammelt und Social Media in sein Medienkonzept integriert. Im Rahmen des Projektes haben die Studierenden unter anderem untersucht, welche Daten – Text, Bild oder Audio – für Marketingmaßnahmen bereits im Zuge der Produktentwicklung mit produziert werden könnten. »Da crossmediale Produkte auch zusätzliche Kosten für den Verlag bedeuten, muss der Kundennutzen der Zusatzprodukte im Zentrum stehen, damit die Monetarisierung gelingt«, fasst Professor Okke Schlüter die Ergebnisse zusammen. (1.8.2011; Annett Hänel, Public Relations & Events, Tessloff Verlag und Michael Schnepf, Magazin Buchkultur)
Weiterführende Links
www.tessloff.com
ww.wasistwas.de
www.buchkultur.net
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