Berufsperspektiven

Mediapublishing studieren – und dann?

»Was willst du eigentlich nach deinem Studium machen?« – vor dieser Frage scheuen sich viele Studenten. Mediapublishing-Studierende hingegen kennen die Antwort: Buch- und Presseverlage setzen sie nach ihrem Abschluss in den Abteilungen Lektorat, Redaktion, Herstellung oder Produktmanagement ein. Manche bieten ihnen sogar übergreifende Stellen in der Verlagsleitung oder Geschäftsführung an. Grund für den guten Start ins Berufsleben ist ein praxisnahes Studium, das sich den ökonomischen Gegebenheiten und aktuellen Verlagsstrukturen anpasst, neue Produkt- und Medientrends aufspürt sowie immer auf dem neusten wissenschaftlichen Stand ist. Schon während des Studiums arbeiten die Studenten bei ihren Projekten in Kooperation mit Unternehmen und Verlagen. Fazit: Die Berufsperspektiven für die Verlagsspezialisten der Hochschule der Medien sind rosig – die Nachfrage ist so groß, dass sie derzeit die Anzahl der Studienabgänger übersteigt.

 

Ulrike Strölin, Verlag Eugen Ulmer

Nach diversen Praktika und Nebenjobs während der Schulzeit im Buchhandel und in Verlagen folgte für Ulrike Strölin fast zwangsläufig die Ausbildung zur Verlagskauffrau und anschließend das Verlagsstudium. Seit Januar 2009 ist sie beim Ulmer Verlag für das Online Marketing zuständig. Ihre Aufgaben reichen vom »klassischen« Vermarkten von Produkten über die Betreuung von Kooperationspartnern bis hin zu den Social-Media-Aktivitäten des Verlags. Daneben beschäftigt sie sich mit neuen Entwicklungen im Medien-Nutzungsverhalten oder der Technik wie bsw. Web2Print oder Mobile Commerce. »Auch wenn der Online-Bereich zu meiner Studienzeit noch nicht die Rolle spielte wie heute, so hilft mir der Mix aus wirtschaftlichem, herstellerischem und gestalterischem Wissen in meinem Beruf oft weiter – zum einen direkt bei der Umsetzung von Aufgaben, aber auch bei der Einordnung von Prozessen innerhalb des Unternehmens.

 


Monique Markus, pagina GmbH

Nach dem Abitur, einer kaufmännischen Ausbildung und zwei Jahren Berufstätigkeit studierte Monique Markus von 2000 bis 2004 Mediapublishing. Das Studium bot ihr die Chance, »die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse zu vertiefen und das Verlagswesen kennen zu lernen«, so die Absolventin. Nach Studentenjobs bei Eugen Ulmer, Klett, Holtzbrinck u. a. kam sie für ein Praktikum zur pagina GmbH in Tübingen, bei der sich ihr die spannende Welt des crossmedialen Publizierens eröffnete. Auch ihre Diplomarbeit schrieb sie bei pagina und ist dort seit fünf Jahren tätig. Ihr erstes großes Projekt war der Aufbau des Geschäftsfeldes der XML-Loseblatt-Produktion, das sie bis 2008 leitete. Seit Anfang 2009 ist Monique Markus für das Berliner Büro verantwortlich, von dem aus Kunden in Norddeutschland beraten und in der Herstellung betreut werden.

 


Carsten Schwab, S.Fischer Verlag

Carsten Schwab arbeitet in der Herstellung des S. Fischer Verlags, wo er für Taschenbücher verantwortlich ist. Zudem ist er als Projektleiter im Bereich Backlistdigitalisierung, XML-basierter Satz und E-Book-Produktion und -Entwicklung tätig. Nebenher gibt Carsten Schwab sein Wissen über die Herstellung als Dozent an der Buchhändlerschule in Frankfurt an den Branchennachwuchs weiter. »Die Typografie- und Herstellungsveranstaltungen sowie Elektronisches Publizieren waren besonders nützlich für meinen beruflichen Werdegang«, erinnert sich der Mediapublishing-Absolvent des Jahres 2006.

 


Katharina Frerichs, Satzkiste GmbH

Katharina Frerichs, gelernte Mediengestalterin für Digital- und Printmedien, gründete noch vor Ende des Studiums die Satzkiste – ein Dienstleistungsunternehmen für Satz und Verlagsherstellung in Stuttgart.
Als zweites Standbein etablierte sie, als Mitbegründerin des Schulungsunternehmens »up to detail«, stark an der Praxis orientierte Schulungen. In der Satzkiste arbeiten heute bis zu acht Personen. »Bei unserer Arbeit legen wir sehr großen Wert auf eine saubere und strukturierte Datenaufbereitung, die Ausreizung aller technischen Möglichkeiten sowie eine gut durchdachte Umsetzung«, so Katharina Frerichs. »Dafür sind die vielen praktischen Erfahrungen, die ich in den Projekten an der Hochschule sammeln konnte, eine optimale Grundlage«.



Silke Plan, Gruner + Jahr Women New Media

Nach ihrem Schulabschluss absolvierte Silke Plan eine Ausbildung zur Verlagskauffrau beim Ernst Klett Verlag. Sie spezialisierte sich während dieser Zeit auf Medienwirtschaft und arbeitete anschließend zwei Jahre im Bereich E-Medien-Entwicklung, bevor sie Mediapublishing studierte. An dem Studium schätzte sie vor allem die Vielseitigkeit: »Von Verlagswirtschaft über Drucktechnik und Marketing bis zum Layouten lernen die Studenten alle Bereiche kennen und sind nach ihrem Studium breit in der Verlagswelt aufgestellt«, so Silke Plan. Seit ihrem Bachelor-Abschluss arbeitet sie als Projektmanagerin bei Gruner + Jahr Women New Media. Zu ihren Aufgaben zählen nun Audience Development, also Web-Analyse und Web-Controlling und Maßnahmenentwicklung zur Steigerung der erlösrelevanten Reichweite sowie die Optimierung von Suchmaschinen.

 

 

Marion Roth, Hubert Burda Media

Während ihrer Ausbildung zur Mediengestalterin wurde ihr schnell klar, dass sie neben der Gestaltung auch die Herstellung von Medienprodukten und die wirtschaftlichen Aspekte der Medienbranche interessieren. Nach ihrer Ausbildung hat sie sich deshalb für den Studiengang Mediapublishing entschieden, weil »ich in diesem Studium technisches und wirtschaftliches Wissen erwerben und gleichzeitig meine gestalterischen Fähigkeiten weiter vertiefen konnte«, so Marion Roth. Heute erstellt sie crossmediale Werbekonzepte für die Anzeigenkunden von Hubert Burda Media. Dabei erleichtern ihr besonders auch das Wissen über Druck- und Weiterverarbeitungsmöglichkeiten sowie ihr gestalterisches Know-how die tägliche Arbeit.



Sabrina Härle, Motor Presse Stuttgart

Seit Dezember 2007 arbeitet Sabrina Härle bei der Motor Presse Stuttgart als Assistentin der Geschäftsführung. Von der Erstellung von Präsentationsunterlagen bis zum Aufbereiten von Zahlenmaterial unterstütz uns begleitet sie dort verschiedene Projekte. »Auch wenn ich kaum operativ tätig bzw. nicht direkt an der Produktion von Print- und Onlinemedien beteiligt bin, hilft es mir zu wissen, welche Prozesse dafür grundsätzlich nötig sind. Vorlesungsinhalte, was Medienökonomie, Verlagsmanagement und -marketing angeht, werden vorausgesetzt«, resümiert Sabrina Härle. Durch das breite Themenfeld im Studiengang Mediapublishing habe sie einen kompletten Überblick erhalten, der unter anderem dabei hilft, sich bei der Stellensuche von Mitbewerbern abzuheben.

 
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